Wirtschaftsakademie für Ausbildungen und Weiterbildungen IHK und Betriebswirtschaft
 

2.8.2. Boden

Unter Boden als Produktionsfaktor versteht man im volkswirtschaftlichen Sinn die gesamte nutzbare Bodenfläche einschließlich des Wassers. Bei der heutigen Ausnutzung von Wind- und Solarenergie und dem steigenden Bewusstsein über die Empfindlichkeit des gesamten Umweltsystems wird der Faktor Boden auch häufig mit Natur bezeichnet.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Bodens lässt sich in drei  Gruppen aufteilen

Anbaufaktor

Schon immer war der Boden die Grundlage der Land- und Forstwirtschaft. Durch den Anbau von Produkten zur Erzeugung von Nahrungsmitteln und Rohstoffen für das tägliche Leben wird eine Grundversorgung sichergestellt. Günstige klimatische Verhältnisse können den Faktor Boden erheblich an Bedeutung gewinnen lassen.

Abbaufaktor

Der Boden beinhaltet die Mineralien wie Erze, Salze oder Kristalle und Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas, deren Abbau die Produktion der nachgefragten Güter erst ermöglicht. Diese als Bodenschätze bezeichneten Güter sind aber begrenzt und nicht vermehrbar, so dass mit deren Umgang sparsam umgegangen werden muss.

Standortfaktor

Flächen für gewerbliche und private Gebäude, Produktionsanlagen, Nutzflächen für Land- und Forstwirtschaft, Straßen, Plätze und öffentliche Anlagen werden ebenfalls durch den Boden sichergestellt.

Das Gut Boden ist an eine bestimmte Lage gebunden und somit nicht transportierbar. In den heutigen Wirtschaftsgebieten ist das Eigentum an Boden handelbar und übertragbar.

 


© Carl Loevernich für die Cube- Wirtschaftsakademie 2008
 
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