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... Cube Wirtschaftsakademie BWL Grundwissen 2.6. Ökonomisches Prinzip
 

2.6. Ökonomisches Prinzip

Wenn auf der Welt Güter in unbegrenzter Zahl vorhanden wären (freie Güter), bräuchten wir keine Wirtschaft. Zur Befriedigung aller Bedürfnisse weltweit ist aber nur eine begrenzte Anzahl vorhanden, also muss der Mensch wegen dieser Knappheit mit den ihm zur Verfügung stehenden Gütern sorgsam und vernünf-tig umgehen.

Das bestmögliche Ergebnis bei der Ausnutzung der vorhandenen Güter und der Erzeugung und Verteilung von neuen Gütern würde erreicht, wenn Nutzen und Aufwand gleich groß wären, das ist aber praktisch nicht machbar. Deshalb muss versucht werden, dieses Verhältnis so hoch wie irgend möglich zu gestalten. Diese Betrachtungsweise wird in der Volkswirtschaft als Ökonomisches Prinzip oder auch als Wirtschaftlichkeitsprinzip bezeichnet. Je höher das Verhältnis zwischen dem erreichten Ergebnis und den aufgewandten Mitteln ist, desto erfolgreicher ist das wirtschaftliche Handeln.

Für die Art der Durchführung gibt es zwei Möglichkeiten:

Maximalprinzip

Mit vorgegebenen Mitteln soll ein möglichst großer Erfolg erzielt werden.

das Ziel ist der maximale Erfolg

 

Minimalprinzip

Mit minimalen Mitteln soll ein vorgegebener Erfolg erzielt werden.

 

das Ziel ist der vorgegebene Zweck

 

Diese sich auf die Durchführung beziehenden Aussagen sind praktisch wenig aussagekräftig, wenn nicht zuerst das zu erreichende Ziel genau definiert ist. Erst im Vergleich mit der tatsächlichen Zielerreichung kann der Einsatz der Mittel richtig bewertet werden (Minimalprinzip) oder bei Verbrauch der vor-gegebenen Mittel der wirkliche Anteil der Zielerreichung festgestellt werden (Maximalprinzip).

Das Verhältnis von Nutzen und Aufwand wird auch oft mit den Begriffen Effektivität und Effizient in Verbindung gebracht.

Zwischen beiden Begriffen gibt es aber deutliche Unterschiede:

Effektivität

Die Effektivität gibt an, wie hoch der wirklich erreichte Anteil im Ver-hältnis zum vorbestimmten, endgültigen Ziel ist. Dabei wird nur bewertet, ob das Ziel oder welcher Anteil davon erreicht wurde. Es bleibt da-bei unberücksichtigt, welcher Aufwand dazu notwendig ist.

Effizienz

Die Effizienz gibt das Verhältnis von Nutzen zu Aufwand wieder:

 

Effizienz ist Nutzen geteielt durch Aufwand

 

Wie auch bei der Effektivität wird darauf hingearbeitet, das Ziel so vollkommen wie möglich zu erreichen, zusätzlich wird aber angestrebt, den dazu erforderlichen Aufwand auf ein Minimum zu halten.


Effizient handeln bedeutet also, im Sinne des ökonomischen Prinzips zu handeln.

Textaufgaben

8. Ein Junge hat beim Besuch seiner Tante 5,- € geschenkt bekommen. Damit läuft er von einem Supermarkt zum anderen, um für sein Geld möglichst viele Bonbons zu bekommen. Nach welchem wirtschaftlichen Prinzip arbeitet er?

 


© Carl Loevernich für die Cube- Wirtschaftsakademie 2008
 
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