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Besteht ein Bedarf an bestimmten Dingen und kommt dazu die feste Absicht, diese zu erwerben, entsteht auf dem Markt eine Nachfrage nach eben diesen Dingen. ![]() Die Nachfrage ist also die Menge an Gütern und Leistungen, die von Verbrau-chern mit ihren Geldmitteln erworben werden sollen. Wenn man über die Nachfrage spricht, muss man zwei Bereiche unterscheiden:
Die individuelle Nachfrage bezieht sich auf das, was der einzelne Verbraucher erwerben will, um sein persönliches Umfeld abzudecken. Die Gesamtnachfrage fasst den geforderten Bedarf aller am Markt vorhandenen Verbraucher zusam-men. Wegen der Vielseitigkeit und unterschiedlichen Bedeutung unterscheidet man dabei die Nachfrage auf den einzelnen Märkten wie z. B. Konsumgüter-, Investitionsgüter-, Arbeits-, Immobilien-, Kapital- und Geldmarkt. Weil ein fester Zusammenhang zwischen Kaufkraft, Kaufabsicht und Nachfrage besteht, ist die Nachfrage nach Gütern und Leistungen abhängig vom Preis der Güter. Wenn der Preis eines Gutes so hoch ist, dass die Kaufkraft nicht ausreicht, um es zu erwerben, wird keine Kaufabsicht aufkommen und somit auch keine Nachfrage entstehen. Es gibt verschiedene Modelle, wie sich Preis und nachgefragte Menge gegenseitig beeinflussen. Allen gemeinsam ist aber die Ausgangsannahme, dass bei Betrachtung eines bestimmten Gutes die Nachfrage umso niedriger ausfällt, je höher der Preis ist.
![]() In der Praxis verläuft die Abhängigkeit allerdings nicht so ideal, wie sie vereinfacht mit der degressiv linearen Kurve in dem Diagramm wiedergegeben ist. Steigt der Preis eines Gutes um beispielsweise 1%, muss die Nachfrage nicht zwangsläufig um 1% fallen. Die dabei auftretenden Möglichkeiten werden mit Elastizität der Nachfrage bezeichnet. Eine ähnliche Elastizität zeigt sich auch in der Abhängigkeit von Einkommen und Nachfrage. In der vereinfachten Form nimmt die Nachfrage bei höherem Einkommen zu, die Kurve im Diagramm ist steigend. ![]() Während die Nachfrage angibt, welche Menge an Gütern die Verbraucher für einen bestimmten Preis erwerben möchten, gibt das Angebot an, welche Menge an Gütern die Anbieter für einen bestimmten Preis abgeben möchten. Auch für das Angebot gibt es eine idealisierte Kennlinie. Hier geht man davon aus, dass bei höherem Marktpreis die angebotene Menge größer wird. Im Gegensatz zur fallenden Preis-Nachfrage-Kennlinie ist die Preis-Angebot-Kennlinie steigend. ![]() Nachfrage und Angebot beeinflussen sich gegenseitig. Hat sich ein neu eingeführtes Gut auf dem Markt bewährt, wird die nachgefragte Menge zunächst ansteigen. Wenn die nachgefragte Menge höher wird als die angebotene, wird der Preis des Gutes steigen, wodurch die Nachfrage wieder sinkt. Aus diesen gegenläufigen Trends muss der Preis ermittelt werden, der sowohl ein Optimum für die Nachfrage als auch für das Angebot bildet. Dieser Punkt, der das Marktgleichgewicht darstellt und Gleichgewichtspreis genannt wird, ergibt sich aus dem Schnittpunt der fallenden Preis-Nachfrage-Kennlinie und der steigenden Preis-Angebot-Kennlinie. Verbraucher und Anbieter haben sich in diesem Punkt mit ihren Vorstellungen über Preis und Menge getroffen, so dass es zum größtmöglichen Umsatz kommt. ![]() Textaufgaben3. Welches ist der Unterschied zwischen individueller Nachfrage und Gesamtnachfrage? © Carl Loevernich für die Cube Wirtschaftsakademie 2008
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