Wirtschaftsakademie für Ausbildungen und Weiterbildungen IHK und Betriebswirtschaft
... Cube Wirtschaftsakademie BWL Grundwissen 2.2.Ursachen zur Bedürfnisabgrenzung
 

2.2.Ursachen zur Bedürfnisabgrenzung

Rein theoretisch sind die Bedürfnisse, die ein Individuum haben kann, grenzenlos. In der Praxis gibt es aber Abgrenzungen, die sich aus der jeweiligen Situation heraus ergeben. Nach dem Bedürfnismodell von Maslow werden die in seiner Pyramide angeordneten Bedürfnisse erst dann aktuell, wenn die der niederen Stufe befriedigt sind.

Ursachen für eine Abgrenzung kann es verschiedene geben:

Kultur

Unterschiedliche Kulturen entwickeln verschiedene individuelle und gesellschaftliche Vorstellungen. Ein Ureinwohner im Regenwald des Amazonas wird naturgemäß andere Bedürfnisse zeigen als ein Mitteleuropäer.

Soziale Beziehungen

Untersuchungen haben gezeigt, dass ein in materiell gesicherten Verhältnissen aufgewachsener Mensch sein Leben lang eher immaterielle Bedürfnisse befriedigt sehen möchte. Die Ansprüche in gehobenen Gesellschaftsschichten sind höher und damit auch die Bedürfnisse anders geartet.

Persönliche Erfahrungen

Unabhängig vom sozialen Umfeld und vorhandenen finanziellen Mit-teln begrenzen oft persönliche Erfahrungen die Bedürfnisse. Hier können sowohl nur begrenzt zur Verfügung stehende Zeit und gesundheitliche Einschränkungen als auch Bequemlichkeit und Verantwortung als Kriterium gesehen werden.

Werbung und Erziehung

Großen Einfluss auf die Bedürfnisgestaltung hat die Werbung, die Interessen wachrüttelt, die unter Normalumständen nicht aufgekommen wären. Ähnlich ist es mit der Erziehung, wenn durch Familie und/oder Ausbildung bestimmte Vorlieben gefördert werden.

Örtliche und zeitliche Situation

Ortsabhängige Bedürfnisunterschiede gibt es nach den Anforderungen zwischen Großstädten und ländlichen Bereichen sowie landschaftlichen Unterschieden wie z. B. Gebirge und Meer (Verkehr, Kleidung, Freizeit). Zeitlich andere Bedürfnisse kann es durch die Jahreszeiten ebenso geben wie durch Alterung und Verfall.

 


© Carl Loevernich für die Cube Wirtschaftsakademie 2008
 
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