Wirtschaftsakademie für Ausbildungen und Weiterbildungen IHK und Betriebswirtschaft
 

Glossar: B

Baisse

Andauerndes Sinken der Aktienkurse auf breiter Front. Die Aktienkurse schwanken normalerweise täglich.

Zum Seitenanfang

Bargeld

Hierzu zählen alle Geldmünzen und –scheine. Die BRD (vertreten durch die Bundesregierung) vergibt die Münzen. Unabhängig von der Stückelung, ist der Gläubiger verpflichtet bis zu 50 Münzen anzunehmen.

Geldscheine werden von der Deutschen Bundesbank vergeben, sind ein gesetzliches Zahlungsmittel und müssen in jeder Höhe und Stückelung vom Gläubiger akzeptiert werden. Der Gegensatz von Bargeld Buchgeld

Zum Seitenanfang

Barscheck

Eine Form des Zahlungsverkehrs.

Wenn ein Kontoinhaber eine Schuld in Form von Ausstellung eines Barschecks auf sein Konto begleicht, erhält der Gläubiger sein Geld in bar von dem bezogenen Kreditinstitut.

Laut Scheckgesetz muss das Formular das Wort „Scheck“ enthalten, eine unbedingte Zahlungsanweisung, den Namen des bezogenen Kreditinstitutes, den Scheckbetrag in Buchstaben, Ort und Datum der Ausstellung sowie die Unterschrift des Kontoinhabers. Der Scheck ist bei Sicht fällig, das bedeutet keine Kreditgewährung bei einer Vordatierung. Orderschecks ermöglichen nur eine Auszahlung des Betrages an den vorgesehenen Empfänger.

Zum Seitenanfang

Barzahlung

Jegliche Zahlungsform eines Betrages, bei der Schuldner und Gläubiger mit Bargeld arbeiten. Man unterscheidet verschiedene Barzahlungsmöglichkeiten:

  • Persönliche Barzahlung: Der Schuldner überbringt dem Gläubiger persönlich das Bargeld
  • Zahlung per Bote: Der Schuldner lässt das Geld durch Boten überbringen
  • Postanweisung: Der Schuldner übermittelt den Betrag per Postanweisung, der auf dem Postamt bar eingezahlt werden muss. Der Betrag wird dem Gläubiger dann durch den Briefträger ausgezahlt.
  • Wertbrief: Der Inhalt eines Wertbriefes ist ausreichend versichert, sodass der Brief auch durchaus Geld enthalten kann.

Zum Seitenanfang

Bedürfnis

Ein Gefühl von Mangel, das abgestellt werden will. Es gibt viele verschiedene Mangelgefühle z.B. Hunger, Durst, einen bestimmten Produktwunsch oder soziale Anerkennung. Erst wenn wir aktiv werden, um den Mangel abzustellen, z.B. durch den Weg zum Discounter, handelt es sich auch im volkswirtschaftlichen Sinne um ein Bedürfnis. Der Motor allen wirtschaftlichen Handelns ist die Befriedigung der Bedürfnisse.

Zum Seitenanfang

Beitragsbemessungsgrenze

Einkommensgrenzbetrag nicht selbstständiger Arbeitnehmer für die Beitragszahlung zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt zurzeit bei 3675€ monatlich in Deutschland. Monatseinkommen, die diesen Betrag überschreiten, fallen nicht mehr unter die Beitragspflicht der genannten Versicherungszweige.

Zum Seitenanfang

Berufsgenossenschaft

Staatliche Einrichtung zur Vermeidung von Berufsunfällen und zur Regelung von Personenschäden aus Berufsunfällen. Über die Berufsgenossenschaft wird die gesetzliche Unfallversicherung abgewickelt.

Dazu zählen z.B. Unfallverhütung, Erlass von Unfallverhütungsvorschriften, Maßnahmen zur Gesundheitswiederherstellung und Rehabilitationsmaßnahmen nach Berufsunfällen, Unfallrentenzahlung.

Zum Seitenanfang

Beschäftigung

Auslastung des Leistungsvermögens einer Volkswirtschaft. Man spricht hier von hoher oder niedriger Beschäftigung, je nachdem wie das Leistungsvermögen der Produktionsfaktoren in qualitativer oder quantitativer Sicht unterschiedlich ausgelastet sind.

Zum Seitenanfang

Besitz

Tatsächliche Gewalt über eine Sache. Der Besitzer kann eine Sache tatsächlich nutzen, aber nur rechtlich darüber verfügen (Verkauf, Verleih), wenn er der Eigentümer ist. Eigentum und Besitz können bei unterschiedlichen Personen liegen.

Zum Seitenanfang

Betriebsrat

Mitbestimmungsorgan der Arbeitnehmer im Unternehmen(Betriebsverfassungsgesetz).

Ein Unternehmen mit mindestens 5 wählbaren Arbeitnehmern kann einen Betriebsrat wählen. Er verfügt über ein Mitbestimmungsrecht z.B. bei Fragen der Länge der Arbeitszeit und Pausen, Fragen der Ordnung im Betrieb, Festsetzung von kurz- und Mehrarbeit, ein Widerspruchsrecht z.B. bei der Aufstellung von Beurteilungsgrundsätzen, dem Personalfragebogen, Versetzungen, Umgruppierungen, ein Recht auf Information und Beratung z.B. über allgemeine wirtschaftliche Angelegenheiten des Unternehmens, Betriebsänderungen, Personalplanung, Planung betrieblicher Räume und Arbeitsplätze, personelle Maßnahmen bei leitenden Angestellten.

Zum Seitenanfang

Bilanz

Auflistung über das Vermögen und die Schulden eines Kaufmanns. In der Bilanz werden die Vermögensbestandteile des Kaufmanns meist tabellarisch aufgeführt.

Aufstellung Eigenkapital und Fremdkapitel z.B.:

Links (Aktiva)
Rechts (Passiva)

Anlagevermögen z.B.:

  • Grundstücke
  • Gebäude
  • Geschäftsausstattung
  • Fuhrpark

Umlaufvermögen z.B.:

  • Forderungen
  • Zahlungsmittel
  • Rohstoffe
  • Hilfsstoffe

(geordnet nach dem Grad der Liquidität)

  • Langfristiges Fremdkapital
  • Hypotheken, Darlehen
  • Kurzfristiges Fremdkapital
  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen

Die Aktiva-Seite gibt Auskunft über die Verwendung der Mittel, die Passiva-Seite gibt Auskunft über die Herkunft der Mittel mit denen der Kaufmann arbeitet.

Zum Seitenanfang

Binnenkonjunktur

Innerer konjunktureller Zustand einer Volkswirtschaft. Zu ihrer Ermittlung werden alle konjunkturellen Einflussgrößen, die auf außenwirtschaftliche Einflüsse zurückgehen, heraus gerechnet.

Zum Seitenanfang

Börse

Umschlagplatz für Aktien und Wertpapiere. Die Abwicklung des Wertpapierhandels erfolgt durch die Börsenmakler. Die Frankfurter Börse ist die größte Börse Deutschlands. Die Aktienkursgewinne und -verluste von Unternehmen, die an der Börse gezeichnet haben, werden täglich veröffentlicht.

Zum Seitenanfang

Boom

Konjunkturphase , in der der Höhepunkt der Konjunktur erreicht ist. Der Boom ist durch sich verlangsamende Wachstumsraten, Vollbeschäftigung (relative) und einen Anstieg der Verbraucherpreise gekennzeichnet. Normalerweise folgt auf den Boom die Rezession (Abschwung).

Zum Seitenanfang

Broker

Personen und Unternehmen, die eine Berechtigung besitzen, Kauf- und Verkaufsaufträge an den Wertpapierbörsen zu erledigen. Broker treten als Makler auf und erhalten für ihre Leistung eine Maklergebühr. In Deutschland wird das Brokergeschäft traditionell von den Universalbanken erledigt.

Zum Seitenanfang

Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt gibt den Gesamtwert aller Güter an, die im Zeitraum eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen.

Zum Seitenanfang

Bruttosozialprodukt (BSP)

Das BSP, auch Bruttonationaleinkommen genannt, ist ein Begriff aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Sie stellt die Leistung einer Volkswirtschaft innerhalb einer Rechnungsperiode dar. Hierbei wird sie als Einkommensindikator einer Volkswirtschaft angesehen.

Zum Seitenanfang

Buchgeld (Giralgeld)

Ein Begriff aus dem Rechnungs- bzw. Bankwesen. Es bezeichnet Geld, welches nicht als Bargeld vorliegt sondern als liquidierbares Bankguthaben auf einem Konto. Der Begriff „ Buchgeld“ ist abgeleitet von der früheren Führung der Sichteinlagen in Kontenbüchern.

Zum Seitenanfang

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

Vollständige Sammlung gesetzlicher Vorschriften zur Regelung wirtschaftlicher Belange aller Bürger. Als Bestandteil des Privatrechts regelt das BGB die Freiheiten, Rechte, Pflichten und Risiken der Menschen in Deutschland. Es beinhaltet die Normen des Privatrechts, welche sich auf jeden Menschen beziehen.

Zum Seitenanfang

Bürgschaft

Die Bürgschaft ist eine Form der Kreditsicherung. Ein Bürge verpflichtet sich für einen Kredit zu haften für den Fall, dass der eigentliche Kreditnehmer nicht mehr zahlungsfähig ist.

Zum Seitenanfang

Bundeskartellamt

Das Bundeskartellamt überwacht marktbeeinflussende Zusammenarbeit von Unternehmen und stellt dementsprechende Regelungen auf. Wenn beim Zusammenschluss zweier großer Unternehmen die Gefahr besteht, dass ein Unternehmen mit marktbeherrschender Stellung entsteht, ist das Bundeskartellamt zuständig.

Zum Seitenanfang

Bundesobligation

Bundesobligationen sind an der Börse handelbar. Es handelt sich um eine Anlageform zur Finanzierung der Bundesschulden. Sie sind festverzinsliche Wertpapiere, die in der Regel eine Laufzeit von 5 Jahren haben.

Zum Seitenanfang

Bundesschatzbrief

Bundesschatzbriefe sind nicht an der Börse handelbar. Es handelt sich um vom Bund herausgegebene Finanzierungsbriefe zur Finanzierung der Bundesschuld.

Herausgegeben werden sie in 2 Typen:

Typ A- Laufzeit von 6 Jahren mit jährlicher Zinsauszahlung
Typ B- Laufzeit von 7 Jahren. Auszahlung der Zinsen am Ende der Laufzeit.

Bei Typ A und Typ B steigt mit der Laufzeit der Zinssatz.

Zum Seitenanfang

 
Newsletter


Partner